Finanzierungssegen für zwei venturelab-Startups: Arktis Radiation Detectors, deren Technik radioaktives Material erkennen kann, darf in Zukunft auf 2 Millionen US-Dollar zurückgreifen. Attolight aus Lausanne erhält dagegen CHF 1,5 Mio. Von beiden Höhenfliegern gibt es aber noch mehr Neuigkeiten.
«Diese jüngste Finanzierungsrunde zeigt das Vertrauen der Anleger in Arktis. Wir sind auf dem richtigen Weg und werden unsere Ziele weiter mit Beharrlichkeit verfolgen», so Dr. Rico Chandra, CEO des mehrfach preisgekrönten ETH-Spin-offs. Die Finanzierungsrunde soll für die Jungfirma eine solide finanzielle Basis schaffen, um durch mehr Einnahmen im nächsten Jahr den Break-Even erzielen zu können. Darüber hinaus hat Arktis seinen Firmensitz vom Technopark in neue Räumlichkeiten in Zürich verlegt. Der neue Standort soll mehr Raum für die Entwicklung und weiteres Wachstum bieten.
Arktis: Radioaktivität auf der Spur
Arktis Radiation Detectors Ltd ist spezialisiert auf die Strahlungsmessung zur Erkennung von Kernmaterial. Die patentgeschützte Technologie zur Erkennung schneller Neutronen wurde von CERN Alumni der ETH Zürich entwickelt und ist bei der Erkennung von abgeschirmten Kernmaterialien (u.a. Uran, Plutonium) einzigartig. Mitgründer und COO Mario Vögeli, COO
war 2009 als Gewinner von venture leaders in Boston und konnte so die Idee genau in dem Land präsentieren, wo Sicherheit und Terrorbekämpfung gross geschrieben wird. Das 2007 gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile zwölf Mitarbeitende.
Attolight: Investoren und Vorstandsmitglied gewonnen
Zu den Geldgebern der zweiten Finanzierungsrunde von Attolight gehören die Aargauische Kantonalbank, die Zürcher Kantonalbank, das StartAngels Network und Verve Capital Partners (investiere.ch). «Diese Finanzierung ist eine klare Bestätigung für die erfolgreiche Entwicklung unserer Firma und deren Produkte und ermöglicht uns zu einem etablierten Player in den entsprechenden Kernmärkten zu werden», so Samuel Sonderegger, CEO von Attolight. Ausserdem bekommt die Jungfirma mit Erik Smith ein neues Vorstandsmitglied. Der derzeitige Senior Director für die Halbleiter- und Solar- und LED-Division des Hardwareherstellers
Flextronics bringt somit die nötige Expertise, Erfahrung und Erfolgsbilanz mit, um die Jungfirma erfolgreich, besonders auch im asiatischen Markt, zu etablieren.
Ultraschnelle Messungen im Nanobereich möglich
Das innovative Mess-Tool von Attolight ist mit einer Filmkamera für die Nanowelt zu vergleichen, damit Anwender in Echtzeit elektrische Ströme im Nanometerbereich beobachten und messen können. Mit der innovativen Kombination der
Elektronen-und Lichtmikroskopie werden für die Halbleiterindustrie z.B. Spurenverunreinigungen und kristallographische Defekte sichtbar gemacht werden, was mit anderen bildgebenden Verfahren nicht möglich ist. Das Tool basiert auf einer bewährten Technologie, die zunächst innerhalb der EPFL konzipiert wurde. Die beiden Gründer Samuel Sonderegger und Jean Berney starteten ihre Jungunternehmerkarriere 2006 im Kurs venture challenge. Ein Jahr später was das Startup für das venture leaders Programm ausgewählt und wurde von venture kick mit 30'000 Franken unterstützt.